Das Leben in der Stadt, in gewachsenen Strukturen und funktionierendem Umfeld, wird für alle Lebensformen immer attraktiver. Entsprechend wird bereits seit Jahren gebaut und verdichtet, entsprechend entwickelt sich aber auch der Markt. Es wird immer schwieriger an Grundstücke oder Immobilien zur Eigennutzung zu gelangen. Die Preise sind in den Ballungsgebieten in den letzten Jahre extrem gestiegen.

Wer sich ein Einfamilienhaus bauen will, hat die Möglichkeit, dies auf klassischem Weg zu tun, indem er einen Architekt beauftragt und somit selbst entscheidet, mit welchen Handwerkern und sonstigen am Bau beteiligten Firmen er sein Haus baut. Er bezahlt dem Architekt das Honorar und die Bauleistungen direkt an die Handwerkerfirmen, nachdem die Arbeiten ausgeführt und abgenommen sind. Der Bauherr hat somit die alleinige Entscheidungsbefugnis, maximale Transparenz über den Fluss der Gelder und die Gewährleistungsansprüche, die sich direkt an die ausführenden Firmen wenden.

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Inzwischen werden jedoch kaum noch Einfamilienhäuser in den Städten gebaut. Der Innenverdichtung geschuldet setzten die Kommunen heute hauptsächlich auf Mehrfamilienhäuser oder Geschosswohnungsbauten. Dabei ist eine schöne Eigentumswohnung in der Stadt für Viele mindestens genauso attraktiv wie das Haus im Grünen. Und das nicht nur wegen der besseren Infrastruktur oder der höheren Rendite.

Will man aber eine Eigentumswohnung kaufen, bleibt nur der Schritt zum Makler oder Bauträger. Die Möglichkeit, sich auf eigene Regie eine Wohnung zu erstellen geht nur, wen man finanziell in der Lage ist, gleich ein ganzes Mehrfamilienhaus zu bauen.
Wer kann das schon.

Aber es gibt immer mehr Bau- und Kaufwillige, die selbst agieren möchten.

Hier kommt die Baugemeinschaft ins Spiel.

Warum soll man nicht die selben Interessen in den Dienst einer gemeinsame Sache stellen:
Den Bau der selbstbestimmten Eigentumswohnung
Das ist das Grundprinzip der Baugemeinschaft: der Zusammenschluss mehrerer privater Personen, die gemeinsam zur Eigennutzung oder Vermietung planen, bauen oder umbauen.

Gemeinsam planen, bauen und wohnen!

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Zudem hat eine Baugemeinschaft auch finanzielle Vorteile, das beginnt schon bei der Grunderwerbsteuer. Kauft man eine Eigentumswohnung bei einem Bauträger, muss man die Grunderwerbsteuer (5%) auf den anteiligen Grundstückspreis plus Bauwerkskosten bezahlen. Hinzu kommt, dass der Bauträger beim Erwerb des zu bebauenden Grundstücks ebenfalls schon Grunderwerbsteuer bezahlen musste, was er in den Wohnungsendpreis natürlich einkalkuliert.

Die Baugemeinschaft hingegen bezahlt nur einmal Grunderwerbsteuer und zwar beim Kauf des Grundstücks oder zu sanierenden Objektes, und da auch nur auf den Grundstücks- bzw. Objektpreis im unbebauten bzw. umrenovierten Zustand.

Mehr zu den Kosten finden Sie hier: Kosten

Neben den finanziellen Vorteilen ist ein ganz elementarer Aspekt, dass sich die Bauherren und -frauen bereits zu Beginn des Bauvorhabens kennen. Sie gehen einen gemeinsamen Weg, vom Start des Projektes bis zum Einzug. Das schweißt zusammen und sorgt auch später für ein ganz besonderes Wir-Gefühl.

Man lernt seine Nachbarn – mit denen man immerhin ein paar Jahre zusammen im Haus leben will – nicht erst beim Einzug kennen.

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Vorausgesetzt natürlich, die Gruppe wird professionell betreut! Siehe dazu Was braucht die Baugemeinschaft